So funktioniert lilipad
Unsere Arbeit passt sich unterschiedlichen Orten und Kontexten an, doch der Ansatz bleibt derselbe: gemeinsame Räume schaffen, regelmäßig wiederkehren und Beziehungen, Kultur und Kreativität im Laufe der Zeit gedeihen lassen.

Bibliotheken als Gemeinschaftsräume
Wir richten Bibliotheken an Orten ein, an denen Kinder nur eingeschränkten Zugang zu kultureller Infrastruktur haben.
Oft sind Lilipad-Bibliotheken die ersten Bibliotheken, die Kinder kennenlernen.
Um Kinder dort zu erreichen, wo sie uns brauchen, richten wir unsere Bibliotheken in bestehenden Einrichtungen wie Flüchtlingsunterkünften, Jugendheimen und Gemeindezentren ein. Wir statten sie mit mehrsprachigen Bilderbüchern und Lernmaterialien aus und arbeiten mit unseren Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass sie regelmäßig geöffnet sind und nach Möglichkeit stets von Erwachsenen betreut werden.
Die Kinder können dort lesen, stöbern, zeichnen, sich unterhalten oder einfach nur Zeit verbringen. Bibliotheken sind Orte, an die man gerne zurückkehrt, und Teil des Alltags.
Derzeit betreiben wir 21 aktive Bibliotheken in Deutschland (11), Marokko (6), Frankreich (2), Italien (1) und Uganda (1).
Wo wir tätig sind
Unsere Methodik
Beginnen Sie damit, einen Bibliotheksbereich einzurichten
Die meisten unserer Projekte beginnen damit, dass ein Partner auf uns zukommt und um eine „Lilipad“-Bibliothek bittet. Er stellt einen Raum zur Verfügung – manchmal einen großen Raum, manchmal nur eine Ecke innerhalb einer bestehenden Umgebung.
Jede Bibliothek wird dann mit Sorgfalt eingerichtet, damit sie einladend und ruhig wirkt. Die Räume werden bewusst möbliert und dekoriert, wobei mehrsprachige Bücher, Materialien und schlichte Gestaltungselemente zum Einsatz kommen, um eine Umgebung zu schaffen, die spielerisch und sicher wirkt. Keine zwei Bibliotheken sehen gleich aus, aber alle sind so gestaltet, dass Kinder sich dort wohlfühlen, gerne Zeit verbringen, regelmäßig wiederkommen und den Raum nach und nach zu ihrem eigenen machen.



Vertrauen aufbauen dank lokaler Fürsprecher und Bibliothekare
Eine unserer frühesten Erkenntnisse war, dass Bücher allein nicht ausreichen – insbesondere bei der Arbeit mit Kindern, die Vertreibung, Unsicherheit oder andere Formen der Gefährdung erlebt haben. Viele der Kinder, mit denen wir arbeiten, wachsen ohne beständigen Zugang zu unterstützenden Erwachsenen oder stabilen Umgebungen auf.
In diesem Zusammenhang ist Vertrauen unerlässlich. Jede Bibliothek wird von einem lokalen Fürsprecher und, wo möglich, einem „lilipad“-Bibliothekar – einem jungen Menschen aus der Gemeinde – geleitet. Sie bauen im Laufe der Zeit Beziehungen auf, lesen mit den Kindern und schaffen ein Gefühl der Kontinuität. In manchen Fällen werden sie dabei von ehrenamtlichen Vorlesern unterstützt. Diese Beziehungen sind es, die die Bibliothek zum Leben erwecken.


Bieten Sie verschiedene Wege des Geschichtenerzählens an
Lesen ist nicht immer der einfachste Einstieg. Manche Kinder lernen gerade erst lesen, während andere das Lesen vielleicht mit Druck, Ausgrenzung oder einer Unterbrechung ihrer Bildung verbinden.
Durch Erzählworkshops und kreative Aktivitäten bieten wir vielfältige Möglichkeiten zur Teilnahme – durch bildende Kunst wie Malen, Zeichnen und Fotografie, kreatives Schreiben, Musik, darstellende Kunst und Gespräche. So können alle Kinder Geschichten auf eine Weise erleben, die für sie zugänglich und sinnvoll ist, auch diejenigen, die sich beim Lesen vielleicht noch nicht sicher fühlen.


Feiern Sie Vielfalt durch kulturelle Veranstaltungen
Unsere Arbeit beschränkt sich nicht auf die Bibliothek. Lilipad schafft zunehmend Möglichkeiten, die Werke von Kindern über die Orte hinaus bekannt zu machen, an denen sie leben. Durch Ausstellungen, Aufführungen, Festivals und kulturelle Veranstaltungen werden die Stimmen und Perspektiven von Kindern einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.
Bei diesen öffentlichen Veranstaltungen geht es um Feier, Anerkennung, Repräsentation und darum, das Verständnis für Kinder und ihre Erfahrungen zu verändern. Dieser Teil unserer Arbeit ist zwar noch recht jung, wächst aber stetig weiter.


„In der Bibliothek fühle ich mich richtig wohl. Es herrscht keine Hektik und kein Lärm. Man kann in Ruhe lesen. Jedes Mal, wenn ich in die Bibliothek gehe, entdecke ich etwas Neues. Ich komme mit leeren Händen und gehe mit neuen Erkenntnissen wieder nach Hause.“
Mädchen im Teenageralter, Bewohnerin des Kinderschutzzentrums in Casablanca
„Die Bibliothek ist nicht nur ein ruhiger Ort zum Lesen. Dort finden auch vielfältige Workshops statt, die Kultur und Kreativität fördern. Von Kunstkursen bis hin zu Schreibseminaren ist immer etwas los.“
Partner in Berlin
Spenden
Lasst unsere Bibliotheken weiterlaufen
Ihre Unterstützung trägt dazu bei, dass Kinder weiterhin Zugang zu Orten haben, an denen ihre Sprache, ihre Neugier und ihre Fantasie ernst genommen werden.